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Das Lügenmuseum hat einen neuen Direktor – wir sind gespannt. Wir blicken der Zukunft mit Neugier entgegen und sind gespannt, welche Ideen nun Einzug halten.

Neuer Direktor des Lügenmuseums, Andre Bittlingsmeier unter dem Kronleuchter aus dem Palast der Republik, Foto Reinhard Zabka

Neuer Direktor des Lügenmuseums, Andre Bittlingsmeier unter dem Kronleuchter aus dem Palast der Republik, Foto Reinhard Zabka
Aus dem Lügenmuseum wird „Happy Ossy Land“ – ein Erlebnispark für ostdeutsche Befindlichkeiten, entwickelt mit dem nüchternen Blick eines baden-württembergischen Kulturmanagers. Alles ist übersichtlich, effizient und besucherfreundlich.
Am Eingang erhält jeder Gast seine Rolle: Bauarbeiter mit gelbem Helm, Pionier mit Halstuch, Volkspolizist, Kunstkritiker oder ideologischer Wanderer. Fahrbare Bühnen, Selfie-Kulissen und Mitmachstationen sorgen für unvergessliche Ferienerlebnisse. Wer alle Stationen absolviert, erhält den Titel „Geprüfter Ossi“.
Das bisherige Lügenmuseum bleibt selbstverständlich erhalten – sorgfältig konserviert hinter Glas. Es wäre doch schade, wenn die Kunst den reibungslosen Ablauf des Eventbetriebs stören würde.
Wir sind gespannt, welche weiteren Innovationen der neue Direktor bereithält. Aus einem Ort der künstlerischen Verunsicherung wird ein perfekt durchorganisiertes Freizeitangebot. Das eigentliche Kapital des Lügenmuseums – seine Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und Besucher zum eigenen Denken zu verführen – gilt als entbehrlicher Luxus.
Schöne Sommerferien im Happy Ossy Land
